10 Years Ago Today – iPad

Zehn Jahre iPad!!! Ja, ich bin ein Apple-Jünger. Und auch ein verblendeter Apple-Jünger, fürchte ich. Als Steve Jobs 1996 nach vorheriger, nicht ganz freiwilliger „Auszeit“ zu Apple zurück kam und mit neuer Klarheit DIE Marke für die neue Zeit baute, war das bahnbrechend, inspirierend, faszinierend (Beitragsbild: Apple).

»Marketing is about values. It’s a complicated and noisy world, and we’re not going to get a chance to get people to remember much about us. No company is. So we have to be really clear about what we want them to know about us.«

Steve Jobs

Mein erster Mac war dann ein iMac DV in Tangerine. Und mit der Maschine war plötzlich so viel möglich und ich hab mir ganz neue Universen erschlossen, von denen ich privat und professionell sehr profitiert habe. Bis heute. drylightning.de hätte es vermutlich ohne den Rechner auf dem Tisch nie gegeben. Und auch anderes hätte sich dann sehr wahrscheinlich nicht entwickelt.

Den Lauf, den Apple dann genommen hat, ist schlicht einzigartig. Was waren das für Zeiten, von Keynote zu Keynote immer neue Wunder. iMac, iPod/Mini/Shuffle/Nano, iBook, PowerBook, MacBook/Air/Pro, iPhone/Max/Pro und dann – heute vor zehn Jahren – das iPad/Pro.

Von Beginn an mochte ich diese neue Art von Gerät. Trotz aller – bis heute gegebener – Limitierungen. Das Web wie ein Magazin zu lesen, Fotos schauen, in Filme eintauchen, heute auch das Kritzeln – schlicht genial.

Anderes ist allerdings ein Krampf oder auch Ärgernis, etwa die Musikbibliothek nicht wirklich verwalten oder in Keynote gescheit arbeiten zu können. Ohne dezidierten Mac geht es also weiter nicht. Missen möchte ich (m)ein iPad Pro aber definitiv nicht mehr.

Vermissen kann man inzwischen aber leider die immense Innovationskraft, die Apple zu der Zeit eindrucksvoll gezeigt hat und die inzwischen … relativiert scheint. Ja, alle Produkte sind so gut und ausgereift wie nie zuvor. Aber das Wow ist weg. Und das liegt wohl letztlich am Fehlen von Jobs. Und Design-Chef Ive zeigt seine Liebe künftig auch woanders.

Das letzte große Ding von Jobs, die letzte große Präsentation, die er gehalten hat, war die des iPad – heute vor zehn Jahren. Wer wissen will, wie sehr Jobs fehlt, wie erstaunlich er war, schaut sich einfach nochmals die Keynote an (ist auch die zum iPhone letztlich vielleicht DAS Masterpiece). Was für ein Charisma, was für eine Präsenz, was für ein Storytelling.

By-the-way, Leute aus Cupertino, ich möchte bitte dieses Jahr noch einen wirklich neuen, faszinierenden iMac kaufen können. Okay?