Ein paar Songs plus Anmerkungen

Hey, bis ich dazu komme wieder ‘was VERNÜNFTIGES (HA!) zu posten, hier einfach mal ein paar grandiose Songs.

Es kann ja gar nicht genug Musik im Leben geben, oder? Die leg’ ich jetzt ganz speziell für Dich auf und bin gespannt, ob Du sie magst.

Und jetzt geht’s los …

Someone’s Looking At You, Boomtown Rats

„On a night like this
I deserve to get kissed
at least once or twice“

Ist das Punk? Packt mich jedenfalls. Die meisten denken bei den Boomtown Rats vermutlich zunächst an „I Don’t Like Mondays“, Stücke wie das hier oder „Rat Trat“ sind aber ebenso essentiell. Persönlich finde ich, dass Frontman Bob Geldof solo sogar noch mehr grandiose Songs geschrieben und aufgenommen hat. „This Is The World Calling“, „Beat Of The Night“, „Great Song Of Indifference“, „Love Or Something“, „Room 19“, … Neben seinem Engagement rund um „Live Aid“, seine Performance im Film „The Wall“ und die ziemlich extremen Ereignisse in seinem Leben (…) sollte er allein dafür allgemein bekannt sein und als bemerkenswerte Person gelten. Für das Gros der Leute ist er aber wohl doch vor allem der, der „I Don’t Like …“ gesungen hat. By-the-way – die Boomtown Rats haben eben erst ein neues Album „Citizens of Boomtown“ veröffentlicht. Ihr erstes seit 30 Jahren oder so.

No Such Pain As Love, Willy DeVille

„You won’t see a teardrop fall
Or the expression while my heart breaks
I’ll just turn around in the crowd
To see you everyplace“

DeVille war so ein wunderbarer Knödler, der mit seiner Band „Mink DeVille“ sowie als Solo-Künstler grandiose Alben einspielte, aber nicht unbedingt immer nur Erfolg hatte. Liebe die Tracks „Italien Shoes“ oder „I Musst Be Dreaming“ und kann daneben nur jeder Person den Longplayer „Backstreets Of Desire“ empfehlen. Außerdem ist sein von Mark Knopfler (Dire Straits!!!) produzierter Soundtrack-Song „Storybook Love“ einer meiner All-Time-Favorites.

Nothing Ever Happens, Del Amitri

„And nothing ever happens, nothing happens at all
The needle returns to the start of the song
And we all sing along like before
And we’ll all be lonely tonight and lonely tomorrow“

Die Schotten rund um Justin Currie schienen Ende der 80er, Anfang der 90er mit ihrem eingängigen Rock zu richtigen Stars zu werden. Schienen. „Hits“ wie „Kiss This Thing Goodbye“, „Driving With The Breaks On“, „Last To Know“ oder „Roll To Me“ erinnern heute jedenfalls wohl nur noch wenige, wohingegen Bryan Adams oder Bon Jovi noch immer rauf und runter gespielt werden.

A Wasted Life, Tom Petty

„So when you’re lonely and you feel let down
You can call me I’ll come around
And treat you nice
Don’t have a wasted life“

Es ist super traurig, dass ein paar von dieser Liste schon verstorben sind. Neben Willy DeVille auch Tom Petty. Beide konnte ich noch live erleben, dafür bin ich super dankbar. Petty entdeckte ich erst mit „Free Fallin'“ und dem Album „Full Moon Fever“. Dafür hat er sich ganz schnell und extrem nachhaltig bei mir eingenistet und sowohl sein Back-Katalog („Don’t Come Araound Here No More“) als auch sein weiteres Wirken („Into The Great Wide Open“, „Learning to Fly“, „You Don’t Know How It Feels“, „Merry Jane’s Last Dance“) haben mich intensiv begleitet und beglückt. Dass ich ihn irgendwann wahrnehmen musste, ist dabei quasi vorbestimmt gewesen, ist er doch auch mit anderen Fixsternen meines Universums wie „Bob Dylan“ oder „Johnny Cash“ eng verbunden – nicht zuletzt durch das Mitwirken bei den „Traveling Wilburys“ oder als Backing-Band für einige Spätwerke vom „Man in Black“.

The Rolling Stones, Miss You

„Well, I’ve been haunted in my sleep
You’ve been starrin‘ in my dreams
Lord, I miss you, child“

„It’s Only Rock ‘n‘ Roll but I like it“ … Ohne die Stones geht es nicht. Im Zweifel wohl auch die Stones, nicht die Beatles – aber das nur so am Rande. (Auch manchem Song der Pilzköpfe ist durchaus ‘was abzugewinnen.) Die „Glimmer Twins“ Jagger und Richards sind jedenfalls der Inbegriff von Attitüde, Riffs und Lines, die die Kraft haben und hatten, manches Biedere zu zerbersten oder zumindest ordentlich aufzurütteln. Damit haben sie die Gesellschaft der Moderne ein gutes Stück mit geprägt. Ein Impact, der über die ungestüme Freude an „Sex And Drugs And Rock ’n‘ Roll“ weit hinaus ging und geht. Das sie ihren „Way of“ überlebt und noch immer eine Karriere haben, macht sie zudem allemal zu absoluten Ausnahmekünstlern. Empfehle auch „The Rolling Stones – Olé, Olé, Olé“ auf Netflix zu schauen, um das Charisma der Band zu erspüren.

Downtown Train, Tom Waits

„Will I see you tonight
On a downtown train
All of my dreams just fall like rain
All on a downtown train“

Tom Waits morbide Romantik lässt jedes zerfressene Herz nochmals in süßem Schmerz zittern und pumpt so Restleben durch verwahrloste Körper. Wenige schreiben Songs wie er, wenige singen wie er. Und manchmal ist eben gerade das Rare das Wahre. In bestimmten Stunden ist es Waits, der mir von der Seele spricht und sie damit davon abhält unverstanden das Weite zu suchen. Das Werk von Waits ist dabei ein wenig divers und diffus, wie das Gefühlsleben eines Fisches im ausgetrockneten Flusslauf des Seins. Meine Lieblingsalben – „Bone Machine“, „Mule Variation“, „Heartattack And Vine“. Oh, und als Schauspieler bringt er das auch.

But It’s Alright, Huey Lewis & The News

„But it’s alright

All right gir

You hurt me
But it’s alright“

Als großer „Back To The Future“-Fan muss man auch Huey Lewis lieben und vermutlich auch generell als Kind der 80er – „The Power Of Love“, „The Heart Of Rock ’n‘ Roll“, „I Want A New Drug“, „Stuck With You“ … persönlich fand ich auch die späteren Veröffentlichungen noch gut, manche sogar noch besser als die ganz großen Erfolge „Small World“, „Couple Days Off“. Ungewöhnlich war das Anfang der 90er erschienen „Four Chores And Several Years Ago“-Cover-Album von dem „But It’s Alright“ stammt. Auf der Singe B-Seite zu „Some Kind Of Wonderful“ aus der Zeit war noch das unglaublich tolle Acapella-Kleinod „It’s Alright“ (nicht zu verwechseln mit „But It’s Alright“). Uh, wie irre gut. Ingesamt einfach toller Rumpel-Rock, der den frühen Rock ’n‘ Roll-Tagen Tribut zollte. Leider hat Huey inzwischen Probleme mit seinem Gehör, was weiteres Produzieren und Touren wohl unmöglich macht. Eben erschien mit „Weather“ aber noch ein – unter Umständen – letztes Werk, das wegen der Probleme des Sängers nur aus sieben, aber sehr guten Aufnahmen besteht und dessen Titel nicht zufällig gewählt ist. War einst „Sports“ der Durchbruch der „News“, wird jetzt nochmals eine andere beliebte Rubrik aufgeschlagen. Übrigens auch eher wieder klassischer Soul-Rock.

The Other Side Of Summer, Elvis Costello

„The sun struggles up another beautiful day
And I felt glad in my own suspicious way“

Auf „Declan Patrick MacManu“s bin ich erst über den Music Express Sounds und da – wenn ich mich richtig erinnere – eine Jahresbestenliste gestoßen. Ähnlich ging es mir auch mit Neil Young. Das Album damals war dabei nicht „Mighty Like A Rose“ von dem „The Other Side Of Summer“ stammt, sondern „Spike“ mit dem tollen „Deep Dark Truthful Mirror“ und „Veronica“ (Co-Written by Paul McCartney). Vom Nachfolger ist dann „The Other Side“. Ein Paradebeispiel für den sehr eigenen Humor und Klang von Costello, der alle möglichen Genres im Laufe der Zeit streifte und ursprünglich mit Pop-Rock Aufmerksamkeit auf sich zog „Watching The Detektivs“, „What’s So Funny ‘Bout Peace Love And Understanding“, „Radio, Radio“. Ein komischer Vogel, aber auf jeden Fall einer der sich vom üblichen Singsang wohlig abhebt.

Brilliant Disguise, Bruce Springsteen

„So when you look at me
You better look hard and look twice
Is that me, baby
Or just a brilliant disguise“

Springsteen ist sowas von meinem absoluten Helden, dass ich gar nicht wüsste wo anfangen, wo aufhören, um ihm adäquat zu huldigen. Er hat mit seinen Songs und Alben, aber auch seiner Art, der Idee für die er steht, mir immer einen klaren Bezugspunkt zum Abgleich eigener Gedanken und Emotionen geboten. Zum ersten mal live sah ich ihn während seiner „Tunnel Of Love Express Tour“. Vom zughörigen Album ist „Brilliant Disguise“ und war damals die Vorabsingle dazu. Ein ziemlicher Kontrast zu „Born In The USA“ und „Live 1975 bis 1985“, den Vorgängern. Als Konzeptalbum erzählt „Tunnel“ von verschiedenen Stadien und Erscheinungsformen der Liebe und trifft mich mit vielem voll ins Mark. Man könnte heulen so schön einfühlsam und traurig ist das.

Ninety Miles An Hour (Down A Dead End Street), Bob Dylan

„I took you home from a party and we kissed in fun
A few stolen kisses and no harm was done
Instead of stopping when we could we went right on
Till suddenly we found that the brakes were gone“

Dylan! Dylan war ein Begriff für mich, lange bevor ich die Person begriffen hab (hab ich das je?). Kann eine Autofahrt mit meinem Dad erinnern, im braunen 200 D, über eine Landstraße brausend, als im Radio ein Stück von „Oh Mercy“, denke es war „Political World“, anmoderiert und abgespielt wurde. Von da an nahm das Wohl für mich seinen Lauf. Neben „Oh Mercy“, „Under A Red Sky“, „World Gone Wrong“ und – natürlich – „Blood On The Tracks“ gehört für mich auch „Down In The Groove“ zu meinen absoluten Lieblingsalben von ihm. Von dem Werk ist „Ninety Miles“, das dabei gar nicht er, sondern H. Blair und D. Robertson geschrieben haben. Dylan singt es aber so schön verloren, das man den Song und seine Performance einfach dramatisch feiern muss.

Komm Wie Du Bist, Wolf Maahn

„Komm wie du bist
Auch wenn es etwas sonderbar ist
Komm wie du bist“

„Einer liebt Dich, wenn der Regen kommt“ … Wolf Maahn müsste eigentlich mindestens so „groß“ sein, wie Westernhagen oder Grönemeyer und Eingeweihte kennen den Singer-Songwriter, Producer, Schauspieler, Aktivisten natürlich und verbinden mit ihm nicht nur Rockpalast- und Unplugged-Pionierarbeit („Direkt Ins Blut“), aber leider eben nur „Eingeweihte“ – fürchte ich. Sein „Libero“ von ‘95 war ein für ihn überraschend rohes, wildes Werk. Nicht weniger „adorable“ als seine feinfühligeren Arbeiten, davon stammt der Opener „Komm Wie Du Bist“.

Don’t Cry, Neil Young

„Nothing I say is written in stone
Don’t cry, my sweet love
You won’t really be alone“

Auch Neil Young habe ich durch den – früher wirklich extrem guten – Musik Express Sounds entdeckt (siehe Elvis Costello). Sein Album „Freedom“ – war glaube ich auch mal „Platte of the year“ – repräsentiert ihn exzellent mit ihrer Mischung aus Folk und Rumpelrock – zwei Genres, die er nicht extrem gut beherrscht, sondern auch stark geprägt hat. Neben „Don’t Dry“ empfehle ich direkt auch das epische „Crime In The City“ von der Platte zu hören und wer mehr über den Klangfetischisten, engagierten Vater, Narr klassischer Automobile erfahren möchte, wird es nicht bereuen sich noch näher mit ihm zu beschäftigen. Und ja, er war auch ein Teil von „Crosby, Stills, Nash und Young“.

The Fly, U2

„A man will rise
A man will fall
From the sheer face of love
Like a fly from a wall
It’s no secret at all“

Das war schon ein Ding, als die Gutmenschen aus Dublin rund um Frontman Bono nach den predigenden Megasellern „The Joshua Tree“ und „Rattle And Hum“ plötzlich zu experimentellen Rockfreaks mutierten. Das zum Teil in Berlin aufgenommene „Achtung Baby“ ist dabei ein Meilenstein der Musikgeschichte und nicht nur wegen der Übersingle „The One“, sondern auch Album-Stücken wie „Zoo Station“ oder „Tryin‘ To Throw Your Arms Around The World“ einfach sensationell und essentiell.

Body Language, Queen

„Don’t talk, don’t talk, don’t talk
Baby, don’t talk

Body language“

„Hot Space“  – eine wohl eher von Freddy Mercury getriebene Disco-Platte von Queen, deren Produktion zu ziemlichen Spannungen in der Band geführt haben soll. Neben funky Stücken wie „Stayin‘ Power“ oder „Dancer“ – die außer mir wohl kaum jemand cool findet – beheimatet der in München und Montreux aufgenommene Longplayer noch die moderatere Single „Las Palabras de Amor (The Words Of Love)“ und das Übersück „Under Pressure“. I love it! Und Queen sowieso (nur nicht den Film).

Schwafel nicht, Stoppok

„Schwafel nicht rum,
Es wird ja dadurch nicht besser.
Mach nicht auf lieb
Und wetz schon heimlich deine Messer.“

Stoppok hatte ich durch „Dumpfbacke“ zunächst als rockigen Helge Schneider missverstanden, dann aber doch als griffigen Deutschrocker kapiert und von da an wirklich sehr gemocht und auch zig mal live gesehen. Seine letzten Alben wurden mir etwas zu zeigefingerig, generell blieb und bleibe ich ihm aber sehr gewogen. Songs wie „Wetterprophet“, „Aus dem Beton“, „Wenn Du Weggehst“, „Zwischen Twentours und Seniorenpaß“, „Tage Wie Dieser“, … sind alles Perlen und die Alben „Happy End im La-La-Land“, „Silber“ oder „Mit Sicherheit“ einfach nur famos. Ganz besonders liebe auch diese Zeilen von „Sansibar“, dem Opener von „Silber“: „Willkommen an Bord, hier alles klar | wärst Du fertig für ne Reise nach Sansibar |sind die Leinen los, wird der Mond Dich sehen | wird ein sehr sehr altes Karussell sich drehen“. Total schöne Bilde, toller Groove wirklich stark.

Key West Intermezzo, John Mellencamp

„I saw you first
I’m the first one tonight
I saw you first
Don’t that give me the right
To move around in your heart
Everyone was lookin
But I saw you first“

„Oh yeah life goes on | long after the thrill of living is gone“ – Mellencamp (Verlobter von Meg Ryan) ist vermutlich am ehesten bekannt druch „Jack And Diane“, dabei hat er irre viele, gute Alben gemacht (und auch schöne Bilder gemalt). Am Anfang noch mehr Mainstream-Rock, später eher Folk-Rock. Sein Spätwerk ist auch spürbar von der Erfahrung eines überstandenen Herzinfarktes beeinflusst. Sehr, sehr gut ist sein Cover-Werk „Trouble No More“ und gigantisch seine leicht experimentelleren Werke „Dance Naked“ (mit der superben Version von „Wild Night“ mit Me’shell Nedgeocello) und „Mr. Happy Go Lucky“ von dem „Key West“ entnommen ist. 

Whiskey Trail, Los Lobos

„Heaven is a place where good men go
Maybe it’s a place that I won’t know
Heading down that whiskey trail“

Es macht mich traurig, wenn bei den Wölfen vor allem „La Bamba“ als Referenz genannt wird. Die Band aus East L. A. hat so viele, ganz eigene, traumwandlerische, traurig-schöne, und wild rockig Stücke mit oft ganz eigenen Rhythmen und Gooves geschaffen, dass sie einfach nicht auf das Soundtrack-Stück reduziert werden dürfen. Und wer von ihnen bislang gar nichts kennt, sollte sich ganz schnell „Kiko“ zu eigen machen. Und sich von da in ihrem Werk nach vorne und zurück arbeiten.

Possible Pasts, Pink Flyod

„They flutter behind you your possible pasts
Some bright-eyed and crazy some frightened and lost
A warning to anyone still in command
Of their possible future to take care“

Pink Floyd. Was soll man sagen? Psychedelic Rock at its best. „The Wall“ muss man kennen und lieben, natürlich auch „Wish You Were Here“, „Money“, „Shine On You Crazy Diamond“, „Time“, „Us & Them“, … „Post War Dream“ war das letzte Album, bevor Mastermind Roger Waters die Band verlies. Wie „The Wall“ war dies ein Konzeptalbum, wie „The Wall“ unglaublich packend, anders als „The Wall“ kein durchschlagender Erfolg. Ich mag es aber. Sehr. Sowohl Roger Waters, als auch die Rest-Pink-Floyd-Mannen haben übrigens auch nach dem Split noch weiter tolle Alben gemacht. Er etwa „Radio K.A.O.S“, sie „A Momentan Lapse Of Reason“. Aber das nur so am Rande.

She Used To Love Me A Lot, Johnny Cash

„I sat down beside her and she smiled
She said where have you been it’s been awhile
She was glad to see me
I could almost read her thoughts
She used to love me a lot“

Toller Story-Song von einem erst Posthum veröffentlichten Long-Player mit selben Namen des „Man In Black“. Cash war ein Rebel, ein Mahner, Prediger, Outlaw, … Geschichtenerzähler. Und sein eigenes Leben hat manche Geschichte erzählt. Von Drogen, großer Liebe, irre Erfolgen, Abstürzen, Kitsch, tiefer Fall und … „Auferstehung“. Für meinen Vater war Johnny Cash super bedeutsam und ich kann Cash nicht hören, ohne an ihn zu denken. Das macht ihn aber auch für mich nur noch bedeutsamer. Werde auch nie vergessen, gemeinsam mit meinem Vater Cash live gesehen zu haben. Das war schon was. Auf mehr als einer Ebene.

Can’t Buy Me Love, The Beatles

„I don’t care too much for money,
cause money can’t buy me love“

Wie schon ausgeführt … eher die Stones, als die Beatles, aber die Beatles sind natürlich auch über jeden Zweifel erhaben. Dieser Song war Soundtrack eines gleichnamigen Teenie-Films aus den 80ern. Mochte den Film, so auch den Song, ab dann auch irgendwie doch die Beatles. Lustig war, wenn im Musikunterricht der Lehrer die große blaue und rote Kopplungen der Pilzköpfe dabei hatte, um uns dieses bedeutsame Kulturgeister neben Mozart & Co. nahe zu bringen. Da war ich noch eher skeptisch. Aus Prinzip. Und wirklich nicht ertragen kann ich „Yellow Submarine“. Das ist schrecklich.

99.9 F, Suzanne Vega

You seem to me
Like a man
0n the verge of burning
99.9 Fahrenheit degrees

Wie „Kiko“ von Los Lobos wurde auch „99.9 F“ von Mitchell Froom produziert, den Vega später auch heiratete. Der experimentelle, groovige, z. T. elektronische Sound verbindet die beiden Alben. Mit „Blood Makes Noise“ vom gleichen Album hatte Vega sogar einen kleinen Hit. Auf dem Album sind aber Stücke wie „When Heroes Go Down“ oder „Bad Wisdom“, die komplett gefangen nehmen können. Finde ich alles viel stärker als „Tom’s Diner“ oder „Luka“. Kein Album davor oder danach hat mich von Vega neu richtig überzeugt, aber 99.9 F ist über jeden Zweifel erhaben.

Ladiladiho, Helge Schneider

Mädchen schäm dich nicht, wenn dich ein Mann anspricht – Ladiladiho
Mädchen sag nicht nein, lass mich bei dir sein – Ladiladiho

Das Wesentliche des männlichen Seins, Sinnieren und Agieren trefflich in einen Song gepackt. Und es geht natürlich traurig aus.Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Das Helge Kult ist, als Jazzer talentiert, als Geschichtenfabulierer superb, das ist ja wohl eh Konsens, oder? Den „Viereckigen Hai“ und „Pubertät“ können daneben ja eh auch alle auswendig. Und „Fitze, Fitze Fatze“ und „Krankenhaus“ und „Alleine an der Bar“ und …

Romeo And Juliet, Dire Straits

„A lovestruck Romeo sang the streets of serenade
Laying everybody low with a love song that he made
Finds a streetlight, steps out of the shade
Says something like, „You and me, babe, how about it?““

„Sultans Of Swing“: bevor die immer „Pleite-Seienden“ mit „Brothers In Arms“ absolute DDD- und MTV-Superstars wurden, machten sie ein paar wirklich schöne Alben, mit schönen kleinen Erzählungen und feinem, zumeist leicht verschlepptem Rock. Dann kam der Mega-Seller, die Mega-Touren, Mega-Live-Album, noch „On Every Street“ (mit „Calling Elvis“!!!) und dann der Bruch. Schade eigentlich. Und auch wenn Kopf Mark Knopfler (der übrigens nicht nur mit DeVille, sondern auch Dylan schon zusammen gearbeitet hat) weiter Musik machte und macht – es war/ist irgendwie nicht mehr so das. Anders als die Solo-Platten von Roger Waters (Pink Floyd, Du erinnerst Dich?).

The End of The World, Bob Geldof

„Though it strikes you as seeming a little absurd
I’m here to announce the end of the world
It’ll happen sometime between now and high noon
It doesn’t give you much time as it’s happening real soon“

Zum Abschluss hier noch der letzte Song des Mega Albums „The Vegetariers Of Love“ von Boomtown-Rat Bob Geldof. Mit den Ratten hat es angefangen. So schließt sich also irgendwie der Kreis. Und das Ende hier ist nicht das Ende der Welt und der Song vor allem lustig und schön. Wenn schon etwas enden muss, warum dann nicht mit Humor und Beauty? Hier mit beidem.

The End but not of the World!

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