Springsteen – Born To Run (First Draft)

Springsteen begleitet mich seit langem. Seine Musik, seine Art, sein Wirken. Er ist für mich ein Held, ein Role-Modell – meine Idee von ihm.

Das ich für ihn sensibilisiert wurde, verdanke ich Andreas Lutz (Backnang), ein Klassenkamerad; das er mir richtig auffiel Stefanie Tücking, einer TV-Moderatorin; das ich ihn näher entdecken konnte Heiko Ertelt (Backnang), auch ein Klassenkamerad.

Zunächst hörte ich Musik ja vor allem durch Filme getriggert und landete so – über Highlander – bei Queen. Ein Klassenkamerad fand es gäbe auch noch Anderes und brachte zu einer Geburtstagsfeier von mir – es muss 1986 mein 14ter gewesen sein – von Springsteen “Born in The USA” mit. Wir hörten die Platte auf meiner schrottigen Kompaktanlage und wenn der Funke bei mir auch nicht gleich übersprang, so hatte ich nun doch schon mal eine Ahnung von dem Mann.

Vermutlich am 2. Dezember des selben Jahres moderierte Stefanie Tücking in der Sendung Formel Eins die Single “War” zu Springsteens Mega-Box “Live 1975-85” an. Dann kam der Clip und ich war total fasziniert und elektrisiert. Denke es muss noch am selben Tag gewesen sein, jedenfalls sehr “zeitnah”, dass ich zum “Grammophon”, unserem hiesigen Plattenladen, eilte, um mir die Maxi zu holen.

Zuvor hörte ich sie im Laden noch “Probe” mit gigantischen Kopfhörern auf den Ohren, die von der Decke hingen und aufgelegt von Ulli Weigel (?), dem “Dealer” meines Vertrauens.

Zunächst war ich schlimm irritiert, plapperte doch auf der Aufnahme jemand (Springsteen) lang und intensiv, Dich dann folge – ziemlich unvermittelt – die Songexplosion, die schon zuvor mein Sternum derbe zum Schwingen brachte.

Was uns zu Heiko Ertelt führt – er hatte die gesamte Live-Box als Erster und nahm sie für mich auf Kassetten auf, die ich immer und immer wieder hörte. Immer und immer wieder. Von da ab war ich ein “Prisoner of Rock and Roll”.

Ein Jahr später kam “Tunnel Of Love” raus. Und wenn mich das Album zunächst auch verstörte, (wenig Rock, hab es bei Veröffentlichung auch verschmäht und erstmal eine ältere CD (!?) gekauft), so hat mich doch auch dieses Werk erobert und dann vor allem meine erste Springsteen-Live-Show – am Sonntag, 17. Juli 1988 in München, für immer zum “Fan” gemacht. Meine Daddy brachte mich hin und bekam mich transformiert zurück.

Von da ab war ich bei jeder Tour, auf immer mehr als einer Show dabei und verfolgte den Boss und sein Tun, das mitunter sehr eigen war, super intensiv.

Bemerkenswert dabei: Springsteen hatte für mich immer zu jeder Lebensphase das richtige Werk. Der Aufbruch und das Ausbrechen als Heranwachsender – “Born To Run”, der Spaß und die Nachdenklichkeit als junger Erwachsener “The River”, den Beginn von politischem Interesse – “Born In The USA”, der Versuch und das Scheitern ernsthaft zu Lieben – “Tunnel Of Love”, die Krise und der neue Mut – “Human Touch”, …

Im vergangenen Jahr feierte Springsteen seinen 70. Da Menschen in bestimmten Kreisen wissen, dass der Boss ein, oder auch DER Held für mich ist, war ich eingeladen anlässlich seines Geburtstages ein wenig etwas über ihn aus der “Fan-Perspektive” bei SWR1 Baden-Württemberg zu erzählen … hab ich gerne gemacht. Dabei stimmt aber die Anzahl der Konzerte – von der Moderatorin verdreht (Springsteen 70, 70 Konzerte) – und das Datum meines ersten nicht – von mir verhauen (’87 kam die Platte Tunnel of Love, ’88 war die Show).

Dry („Werner Pastula“) über Bruce bei SWR1 Baden-Württemberg, 23. September 2019

Und wie komme ich da jetzt gerade überhaupt wieder drauf und dazu das alles zu tippen?

“Born To Run” feierte just 40. (25. August 1975) und der deutsche Rolling Stone hob hierzu den Boss mal wieder auf den Titel.

Wer wäre ich, ihn/das nicht auch aus diesem Anlass NEU und angemessen zu erwähnen und zu würdigen – Tramps like us …

(Alert: First Draft – Text noch nicht geglättet und von Frau Niebling redigiert.)

4 Kommentare zu „Springsteen – Born To Run (First Draft)

  1. Glaub schon, dass sich wieder einige hierher „verirren“ werden. Musst es halt einmal kräftig durch die Social Media durchpusten…

    Achja, es wär gut wenn man auf der Hauptseite schon sehen könnte ob und wenn ja wieviele Kommentare es zu einem Artikel bereits gibt. Also so in dem Bereich „Weiterlesen“ oder bei / unter der Überschrift „Springsteen zum 70.“

    Würde mal ein wenig ausprobieren, was gut harmoniert und ästhetisch ankommt.

    Du hast Dich doch bereits thematisch vom reinen Fotothema wegbewegt was ich gut finde. Blogge über das was auch schon früher Deine Themen waren: Foto, Apple, Älterwerden / Drys Sinnkrisen / Filme / Serien / Musik / Gadgets / Medien / Rocklegenden / Streaming vs. physische Medien (welchen Weg geht Dry und wohin geht der Trend… diesbzgl. bin ich von Music total begeistert – aber ich nutze es ausschliesslich ohne CDs, Vinyl, digitale Files auf der Platte… nur noch AboLinks: spart Platz und beim Neuaufsetzen ist sofort alles wieder da mit allen Änderungen die ich in den MP3-Tags gemacht hab – einfach geil wenn mans mit vorher vergleicht….).

    P.S.: E-Mail Adresse und Name etc. könnte bei den Kommentaren im Cookie gespeichert werden, so dass man es nicht jedesmal aufs Neue eintragen muss. Wär effizienter und effektiver.

  2. Gratulation!

    – inhaltlich klug und schlagfertig.

    – sprachlich geschliffen und überzeugend.

    – künstlerisch fundiert und ansprechend.

    Insgesamt ein weises Urteil, welches die Balance eines gereiften Weggefährten mühelos aufzeigt, ohne ins fanatische, missionarische oder kitschige abzugleiten. Chapeau!

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